Bei der Digitalisierung werden Unternehmen oft von Aktionismus geleitet: Die Konkurrenz hat schon eine Dependance im Silicon Valley und kündigt 100 Millionen Euro Investitionen in digitale Projekte an. Was erzählen Sie als CEO Ihrem Aufsichtsrat? Sollen Sie das Gleiche tun? Auch ins Silicon Valley fliegen? Oder ist Ihr Unternehmen schon digital genug? 

 

Trend-kompetente Unternehmensberater geben sich die Klinke auf den Vorstandsfluren in die Hand. CEOs in orangefarbenen Sneakern verkünden vor der gesamten Belegschaft ihre digitale Vision. IT-Budgets werden öffentlichkeitswirksam als Budget für die digitale Transformation umdeklariert.

Auf Leadership-Veranstaltungen wird das „Business DU“ eingeführt – zumindest für den Tag der Veranstaltung. Am nächsten Tag „siezt“ man sich wieder. Früher waren es Azubis, die am Ballermann ihre bestandene Prüfung gefeiert haben. Heute sind es Konzernvorstände, die zu „Learning Journeys“ ins Silicon Valley – dem Ballermann der Digitalisierung – fliegen.

Wenn das Budget nicht so üppig ist, dann reisen Unternehmensführer zumindest regelmäßig zu „Zoobesuchen“ (Zitat eines befreundeten Co-Working-Space-Betreibers) nach Berlin, beobachten interessiert das dortige Geschehen und lassen von der Sekretärin direkt nach der Rückkehr einen Kicker für die Zentrale des schwäbischen Unternehmens ordern. Ganz wichtig sind auch grüne Sitzkissen für den Empfangsbereich. Das machen die in Berlin so. Und das kann man in Schwaben auch. Wenn der direkte Wettbewerber einen Accelerator in London unterstützt, macht man das auch – aber besser: Der eigene Accelerator ist in Tel Aviv. Da passiert derzeit viel mehr.

 

 

Lemminghaftes Verhalten steht an der Tagesordnung vieler deutscher Konzerne. Machen Sie sich einmal den Spaß und lesen sie zwei Jahre alte Pressemitteilungen zum Thema „Digitalisierung“. Sie werden überrascht sein: In vielen Fällen ist außer PR-Bluff und schlecht inszeniertem Innovationstheater nicht viel passiert. Es wird viel geredet, aber wenig umgesetzt. Groß angekündigte digitale Initiativen werden stillschweigend wieder eingestellt.

Als CEO wissen Sie, dass blinder Aktionismus selten zum Ziel führt. Machen Sie es bei der Digitalisierung besser als die anderen. Werden Sie nicht zum „me too“.

 

 

„Was soll ich denn tun?“, fragen Sie sich. „Alle anderen waren doch schon im Silicon Valley. Und unsere Stakeholder verlangen das von mir.“ Ist das wirklich so?

Digitalisierungsprojekte sind dann erfolgreich, wenn auf Basis nachhaltiger Ziel-Geschäftsmodelle zunächst Prozesse neu definiert und diese dann in einem neuen Ecosystem skaliert werden.

Sie wissen: Digitalisierung lässt sich nicht delegieren. Sie als CEO stehen in der Verantwortung. Sie sind der Treiber der Digitalisierung in Ihrem Unternehmen. Nicht CEO-getriebene Digitalisierungen scheitern in fast allen Fällen.

 

Wie weit sind Sie mit der Digitalisierung Ihres Unternehmens? Wie erreichen Sie eine nachhaltige digitale Transformation?

Hierbei kann Sie ein Executive Coach als Sparringspartner unterstützen: Suchen Sie sich einen Executive Coach, der in verschiedenen Märkten sowie im Startup-Umfeld zu Hause ist und der die Mechanismen, die Consulting- und IT-Dienstleister anwenden, um Ihnen Digitalisierungslösungen zu verkaufen, kennt. Nutzen Sie diesen Executive Coach als Korrektiv und Business-Turbo, um die Digitalisierung Ihres Unternehmens nachhaltig voranzutreiben.

One Comment

  1. Kann man mit Banking noch Geld verdienen? | Knoche Consulting

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